Facts zum Film

1807 – Frankreich will 16'000 Soldaten

Napoleon verlangt von der Schweiz, die Aufstellung von vier Regimenten mit jeweils 4'000 Mann. Um dem Ultimatum nachzukommen, greifen die Kantone zu allerhand Tricks. Straffällig gewordene Personen oder Landstreicher werden zum Kriegsdienst verurteilt... So gelingt es, bis zum 1. Mai 12'000 Mann aufzustellen.


1811 – Napoleon droht mit Besetzung

Den Schweizer Gesandten an seinem Hof in Paris droht Napoleon, die Schweiz militärisch zu besetzen und äussert seinen Unmut über die offene Kritik der Solothurner Tagsatzung an seiner Politik. Die drei Gesandten, Hans von Reinhard (Zürich), Karl Müller-Friedberg (St. Gallen) und Michael von Flüe (Obwalden) bekommen zu hören, man solle ihn nicht weiter herausfordern, ansonsten er das Einverleibungsdekret unterschreiben werde.


1812 – Neuer Kapitulationsvertrag

Am 28. März wird der neue Kapitulationsvertrag zwischen Frankreich und der Schweiz unterzeichnet. Die Schweiz hat 15'000 Mann zu stellen.

lager grande armee
"Nach em Bsuech vom Cheiser het’s gly gheissä, me müessi wyter gägen Oschte, was bedütet het: Russland zue. Jetz het es o am hingerschtä Offizier aafo dämmerä, u vo den Offizier uus isch es i d Truppen achägrünelet. D Offizier hei sich gfröit, u si hei ihrnä Lüt... d Zwyfel probiärd z’näh: Russland sygi nid Spaniä. Z Russland heig mes mit rächten Armee z tüe, u mit dänä wärdi der Cheiser gly fertig. U nächhär sigi i ganz Europa der Friedä..."
(Aus "Niklaus und Anna", Werner Marti, Zytglogge)

"Soldaten! Der zweite polnische Krieg hat begonnen... Der zweite polnische Krieg wird für Frankreichs Waffen glorreich wie der erste sein... (Auszug aus der Kriegsproklamation an Russland, 1812)


1812 – Tod an der Beresina

tod an der beresina
Beim Rückzug über die Beresina verlieren die im französischen Dienst stehenden Schweizerregimenter rund 80% ihres Bestandes. 3000 Mann fielen auf dem Russlandfeldzug bis Mitte September bereits Seuchen und Hunger zu Opfer.
Bei –20 Grad C erhielten die Schweizertruppen den Auftrag, den Rückzug über die Beresina zu decken. Von den noch übrig gebliebenen 9'000 Schweizern, die an der Beresina kämpften, kehren gerade noch 700 – meist verkrüppelt, traumatisiert und arbeitsunfähig – zurück.



1814 – Bund zwischen Obrigkeit und Altar

zwischen obrigkeit und altar
Der Berner Patrizier Karl Ludwig von Haller wandte sich gegen die Lehre von Jean-Jaques Rousseau und stellte dieser das Naturgesetz gegenüber, wonach der stärkere herrschen soll. Der Staat herrschte aus eigenem und göttlichen Recht und bedurfte keiner gesellschaftlichen Legimität. Zum Sinnbild der neuen konservativen Ordnung, die nach dem Sturz Napoleons einkehrte, wurde der "Bund zwischen Obrigkeit und dem Altar".


1819 – Auf in eine Neue Welt

auf in eine neue welt
Auf Vermittlung der Behörden des Kantons Freiburg etwa wanderten rund 2'500 Menschen nach Brasilien aus. War bei früherer Massenauswanderung oft die Flucht (Kriminalität, religiöse- oder politische Intoleranz) der Grund, so war es nun der Hunger oder die wirtschaftliche Perspektivenlosigkeit. Bevorzugtes Auswanderungsziel sind nun die Vereinigten Staaten, Süd- und Mittelamerika und Russland. Für die Seereise brauchte man 30 – 60 Tage. Skorbut, Typhus, Blattern oder Pocken dezimieren die im Zwischendeck reisenden Passagiere.

Trapper und Jäger waren die ersten, die ins Neuland des amerikanischen Westens vorstiessen. Doch nicht immer war es die Jagd nach Gewinn. Oft trieb sie das rastlos machende Fernweh, die unbestimmte Hoffnung auf ein ganz grosses Abenteuer, auf ein bewegendes Ereignis. Und wenn sie dann zurückkehrten an die Grenzen der Zivilisation, konnten sie berichten, was noch niemand gesehen und gehört hatte.

Krieg war ein bestimmender Faktor im Leben der Prärie-Indianer. Sie überfielen regelmässig die an den Flüssen liegenden Maisbauern. Nur ein Jahrzehnt später jedoch wurden die Jäger selber zu den Gejagten, die letztlich erfolglos versuchten, der Flut der weissen Siedler Widerstand zu leisten...